Über uns

gruppe

Uns verbinden unsere Überzeugung und unser Engagement für geflüchtete Menschen: Johanna von Hammerstein, Thomas Dreyer, Hendrikje Blandow-Schlegel, Carola Ensslen, Stephanie Nowicki, Heidrun Petersen-Römer, Manfred Ossenbeck (Arnd Boekhoff nicht im Bild)
Wir sind Mitglieder der Vereine Flüchtlingshilfe Harvestehude e.V., Hanseatic Help e.V., Herberge für Menschen auf der Flucht e.V.)

Johanna von Hammerstein

johannaWer ich bin
Ich bin 53 Jahre alt, verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne.

Eigentlich bin ich Grundschullehrerin, aber das Leben hat anders gespielt und so hat sich das Ehrenamt in meinem Leben ziemlich breit gemacht. 1999 habe ich zusammen mit anderen Aktiven die BürgerStiftung Hamburg gegründet. Mehr als 15 Jahre, davon acht als Vorstandsvorsitzende, habe ich mich dem Aufbau dieser Stiftung mit einer wachsenden Schar an Engagierten gewidmet – berufstätig, aber nicht erwerbstätig. Im Sommer 2015 endete satzungsgemäß mein Amt. Danach war eigentlich ein Sabbatjahr geplant……..

Was ich tue
Im Oktober 2015 haben mein Mann und ich ein 16-jähriges syrisches Mädchen aufgenommen, deren Vormund ich inzwischen bin. Außerdem begleiten wir in einem Freundeskreis zwei syrische Familie, die per „Verpflichtungserklärung“ (Bürgschaft) nach Hamburg kamen. Durch diese intensiven Kontakte erleben wir hautnah, was es bedeutet, seine Heimat, Familie, Freunde, Beruf, Sprache etc. zu verlassen und neu Wurzeln zu schlagen. Diese mal guten, mal schwierigen, mal irritierenden, mal beglückenden Erfahrungen führen zu einer guten Mischung aus Empathie und Realismus.

Seit seiner Gründung im Juni 2016 arbeite ich im SprecherInnenrat des Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen (BHFI) mit.

Was mich beunruhigt
Wenn Lügen nicht mehr Lügen sondern „Volkes Stimme“ genannt werden, ist unsere Demokratie in Gefahr. Zwei Studien (Bertelsmann und Amnesty) belegen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung den Geflüchteten freundlich gesinnt ist. Diese Stimme des Volkes muss lauter werden. Durch eine bundesweite Koordination sollten wir dieser Mehrheit und den vielen Aktiven in der Flüchtlingshilfe mehr Gewicht in der öffentlichen Wahrnehmung und somit auch in der Politik verschaffen.

Was mir wichtig ist
Dass wir Deutschlands Zukunft nicht in Abgrenzung sondern in Offenheit und Verantwortung über die Grenzen Deutschlands hinaus suchen. Die Orientierung an unseren humanistischen Grundwerten schafft Identität – nicht eine „deutsche Leitkultur“ (was immer das sein sollte). Dafür möchte ich mich einsetzen.

Thomas Dreyer

thomasWer ich bin
Ich bin in Stuttgart geboren, in Hamburg aufgewachsen und ich habe in Hamburg Medizin studiert. Ich bin heute 57 Jahre alt, bin Facharzt für Pathologie und Dozent mit Lehrbefähigung. Ich bin katholisch, verheiratet, und habe drei Töchter

Was ich tue
Seit 2014 bin ich aktiv in der Flüchtlingsarbeit. 2015 habe ich gemeinsam mit einem Freund den gemeinnützigen Verein
Herberge für Menschen auf der Flucht e.V. gegründet. Ziel unseres Vereins ist es, Flüchtlingen aus Syrien und aus dem Irak die legale Einreise zu uns nach Deutschland zu ermöglichen und ihnen damit riskante Fluchtwege zu ersparen

Was ich hoffe
Ich erhoffe mir von unserem Vorstoß, dass wir hörbar werden, um zum einen deutlich zu machen, dass es nicht nur Populisten sind, die eine Stimme haben, sondern auch jene, die helfen wollen und die täglich unter Beweis stellen, dass sie dazu auch in der Lage sind. Mir geht es dabei auch darum zu zeigen, was konkret verbessert werden kann und welche Voraussetzungen der Staat schaffen muss, um das Ehrenamt fruchtbarer und effizienter zu machen.

Hendrikje Blandow-Schlegel

hendrikjeWer ich bin
Hendrikje Blandow-Schlegel (www.blandow-schlegel.de), 55 Jahre, 3 Kinder, verh.,ev., RAin und Fachanwältin für Familienrecht, 1. Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Harvestehude e.V. (www.fluechtlingshilfe-harvestehude.de) und Abgeordnete in der HHer Bürgerschaft, SPD.

Was mache ich
1992 Gründung der Initiative Containerdorf Loogestraße. 2013 Gründung Verein Flüchtlingshilfe Harvestehude zusammen mit Freundinnen und Freunden. 1. Vorstand im Verein mit den Aufgaben Koordinierung von Leitungsaktivitäten, Pressearbeit, Schnittstelle zur öffentlichen Seite. Leitung einer AG im Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen BHFI.(www.bhfi.de)

Was hoffe ich
Ich erhoffe mir von der Kampagne eine schlagkräftige und laute Stimme aller ehrenamtlich arbeitenden Menschen in Deutschland in der Flüchtlingsarbeit gegen Populisten und für eine verantwortungsvolle humanitäre Politik mit der Rückkehr zu Solidarität, Toleranz und Weitblick.

Ich erhoffe mir von der Kampagne eine nicht von Dramatisierung und Skandalisierung geprägte Medienarbeit mit Berichten über das, was alles funktioniert und nicht immer nur über das, was nicht funktioniert.

Ich erhoffe mir von der Kampagne, dass sich alle in unserem Land mit den Geflüchteten und dem herausragenden zivilgesellschaftlichen Engagement als neue, fünfte Kraft in unserer Gesellschaft solidarisieren.

Carola Ensslen

carolaWer bin ich?
Ich bin 55 Jahre alt, Rechtsanwältin und Referentin für Grundrechte und Demokratie. Politisch aktiv bin ich als Mitglied im Landesvorstand DIE LINKE. Hamburg.

Was sind meine Aktivitäten in der Flüchtlingsarbeit?
Ich bin Mitglied im Verein Flüchtlingshilfe Harvestehude e.V. und habe dort die Aufgabe der Spendenkoordination sowie des Betriebs der Kleiderkammer übernommen.

Warum beteilige ich mich an „Wir zeigen Haltung“?
Mein Anliegen ist es, gemeinsam mit den Menschen, die in den Flüchtlingsinitiativen aktiv sind, die Stimme zu erheben. Es kann nicht angehen, dass diejenigen, die sich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft einsetzen, so wenig mitgestalten können. Ehrenamtliche werden mit ihren Ideen und Vorstellungen oft nicht ernst genommen. Daran möchte ich zusammen mit anderen etwas ändern. Das beginnt auf örtlicher Ebene bei der Zusammenarbeit mit Betreibern von Unterkünften bis hin zur Bundes‐ und EU‐Politik, die etwa Menschen unter schlechtesten Bedingungen ohne Perspektive in Griechenland belässt oder gar in die Türkei, nach Afghanistan und in andere unsichere Länder abschieben lässt.

Stephanie Nowicki

stephanieDas bin ich.
47 Jahre alt, Organisationsberaterin, Trainerin und Coach aus Hamburg. Als Inhaberin von integral‐contact beschäftige ich mich mit den Themen Organisationale Kulturtransformation, Dynamische Organisation und Conscious Leadership sowie Erzählforschung und Identitätsentwicklung.

So leiste ich meinen Beitrag.
Ich bin Patin eines 27‐jährigen syrischen Flüchtlings
Ich engagiere mich in der AG Berufliche Beratung der Flüchtlingshilfe Harvestehude.
Dafür setze ich mich ein.
Ich will,
…dass die ehrenamtlich in der Hilfe für Geflüchtete Tätigen auch von den Politikern gehört, in ihrem Wissen und Handeln ernst genommen und als Experten für Inklusion in die Lösungssuche einbezogen werden.
… dass in Deutschland die Stimmen laut werden, die sich mutig und intelligent für humanitäres Engagement in Politik und Gesellschaft einsetzen, sich durch ihre Integrität als Vorbilder für aktive Inklusionsarbeit und beherzte Begegnungen von Mensch zu Mensch erweisen und deren Handeln jenseits von undifferenzierter, polarisierender Kommunikation durch überparteiliche, respektvolle und innovative Entwicklungs‐ und Lösungsdialoge geprägt ist.

Heidrun Petersen-Römer

heidrunWer bin ich?
Ich bin ein leidenschaftlicher Familien – und Kulturmensch. Von Beruf Schauspielerin mit vielen Jahren in festen Engagements – aber inzwischen auch Regisseurin von Theaterprojekten und Dokumentarfilmen. Ebenso besetze ich Fernsehfilme.

Was sind meine Aktivitäten in der Flüchtlingsarbeit?
Ich bin Mitbegründerin der Flüchtlingshilfe Harvestehude und dort im Vorstand. Augenblicklich entwickele ich ein Theaterprojekt mit Geflüchteten.

Was interessiert mich an einer bundesweiten Aktion?
Lasst uns zeigen, dass wir mit Optimismus die politischen Herausforderungen – nicht nur in der Frage der Flüchtlingspolitik – annehmen und helfen, eine mutige, angstfreie Atmosphäre zu schaffen.
Lasst uns zusammenrücken und uns bewusst werden, wieviele aufrechte Demokraten wir sind!

Manfred Ossenbeck

manfredWer bin ich?
Ich bin 61 Jahre alt und Unternehmensberater sowie leidenschaftlicher Rennradfahrer.

Was sind meine Aktivitäten in der Flüchtlingsarbeit?
Ich bin Mitglied im Verein Flüchtlingshilfe Harvestehude e.V. und bin dort in der AG „Beruf & Beratung“ tätig. Unsere Aufgabe verstehen wir als Beratung für die berufliche Integration und als Akquise von Ausbildungs-, Praktikums- und Arbeitsstellen. Daneben betätige ich mich praktisch in der Fahrradwerkstatt.

Was interessiert mich an einer bundesweiten Koordination?
Ausgangspunkt meiner Überlegungen, eine Initiative für eine bundesweite Koordination der in der Flüchtlingsarbeit engagierten Menschen zu starten, war, wie man der schleichenden Erosion der Willkommenskultur aus dem letzten Sommer/Herbst entgegentreten kann. Ich möchte das Feld nicht den Egoisten und Populisten in diesem Land überlassen, sondern zeigen, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Flüchtlinge willkommen heißt. Und ich will mithelfen, dass die vielen Ehrenamtlichen eine vernehmbare Stimme bekommen. Ich will mit all meiner Kraft und Erfahrung, die ich mit solchen politischen Kampagnen habe, zu einem Erfolg dieser Idee beitragen.

Arnd Boekhoff

arndWer bin ich?
Ich bin ein 36jähriger Ostfriese, den es nach dem Studium der Geschichte und Politik über Umwege als “Wirtschaftsflüchtling” auf Jobsuche nach Hamburg verschlagen hat. Ich arbeite in Teilzeit für den Altonaer Bundestagsabgeordneten Matthias Bartke, in Vollzeit engagiere ich mich freiwillig als Mitgründer und Vorstand bei Hanseatic Help e.V. (www.hanseatic-help.org).

Was mache ich?
EinfachMachen. Zusammen mit tollen Mitgliedern und Mithelfern haben wir im Sommer 2015 begonnen, geflüchtete Menschen mit Sachspenden zu versorgen. Daraus ist ein nicht nur ein soziallogistisches Zentrum für Hamburg, sondern ein Begegnungsort für alte und neue Nachbarn erwachsen. Dort erlebe ich Tag für Tag: Ein gutes Miteinander funktioniert. Und es bereichert jeden, der einfach mitmacht.

Was hoffe ich?
Das Jahr 2016 war ein Seltsames.
Persönlich habe ich lauter Erfahrungen machen und Mutmacher erleben dürfen, die mir zeigen: Integration braucht Offenheit und Geduld auf allen Seiten. Aber sie funktioniert, Schritt für Schritt.
National und international haben wir viele Angstmacher und ihre Erfolge erleben müssen, die uns zeigen: Die Verbreitung von Hass und Angst funktioniert ebenfalls. Sie nagt an unseren Grundwerten, Schritt für Schritt.
Daher hoffe ich, dass durch unseren Aufruf die Engagierten lauter, die Mutmacher hörbarer, die positiven Geschichten sichtbarer werden. Wir müssen Haltung zeigen, um die Würde unser Mitmenschen und damit auch unsere eigene zu verteidigen.